Schwedische Luciakatzen – Gastbeitrag von Ann’s Schwedenherz

Luciakatzen - ein typisch schwedisches Gebäck, das am 13. Dezember zum Luciafest gebacken wird.

Heute habe ich für euch das erste schwedische Rezept auf Gib mir vier und freue mich umso mehr, dass es direkt in Schweden für euch geschrieben wurde. Denn heute ist Ann von „Ann’s Schwedenherz“ bei mir zu Gast und hat ein wunderbares typisches Weihnachtsgebäck mitgebracht.

Ann, die selbst in Schweden wohnt, nimmt ihre Leser auf ihrem Blog Ann’s Schwedenherz mit auf eine Entdeckungsreise der schwedischen Sprache, indem sie aufwändige Vokabellisten erstellt und interessanten Fakten rund um das wunderschöne Schweden verrät, in das auch ich mich schon längst verliebt habe.

Da ich selbst auch Schwedisch lerne, lese ich sehr gerne Ann’s Blog, um noch mehr über dieses beeindruckende Land und seine Traditionen zu lernen und noch mehr Vokabeln zu sammeln und somit meine eigenen Schwedischkenntnisse zu verbessern.

Weil bald wieder die Weihnachtszeit beginnt, hat uns Ann das Rezept für klassische Luciakatzen mitgebracht, die in Schweden zum Luciafest am 13. Dezember gebacken werden. Dieses leckere weihnachtliche Gebäck klingt so verlockend, dass auch ich es heute Nachmittag nachbacken werde.

Das Rezept ist auch auf Schwedisch verfügbar. In dem schwedischen Beitrag findet ihr auch die Vokabelliste, die Ann mit viel Liebe erstellt hat.

Lussekatter

Ach, du meine Güte: ich habe da letztens was sooo leckeres gebacken, das darf… kann… will ich Euch nicht vorenthalten!

Lussekatter! Lussekatter?

Das ist das typische Gebäck, dass traditionell in Schweden zum Luciatag (13.12.) gebacken wird. Also zur Weihnachtszeit, die ja schon bald da ist und für die ich mich gerade schon ein bisschen aufwärme…

Luciakatzen ein typisches schwedisches Gebäck, das am 13. Dezember gebacken wird.

Lussekatter heißt übersetzt Luciakatzen und wird aus einem Hefeteig gemacht, dessen spezielle Zutat Safran ist. Das Gebäck wird traditionell aus einem Teigstrang geformt und dessen Enden in entgegengesetzter Richtung aufgerollt werden, also wie ein S. Abschließend kommen noch zwei Rosinen in jede Schnecke.

Einer Sage nach sollen die Lussekatter sogar aus Deutschland kommen. Jesus soll als Kind verkleidet, Gebäck an die lieben Kinder verteilt haben, währenddessen es vom Teufel – verkleidet als eine Katze – nur Schläge gab. „Lusse“ kommt von Lucifer, also Teufel. Um diesen zu vertreiben, wurde das Gebäck mit Safran eingefärbt, denn der Teufel ist ja lichtscheu.

Aber das Wichtigste ist: Sie schmecken unglaublich gut! Am besten noch ganz frisch und warm aus dem Ofen.

Hab ich Euch ein bisschen neugierig gemacht? Ich verrate Euch mein Rezept:

Vorteig

40 gr frische Hefe
(die Würfel sind in Schweden etwas größer. Ihr könnt auch weniger nehmen, also 24 gr und den Teig etwas länger gehen lassen.)
300 ml Milch
150 gr Zucker
400 gr Mehl

Die Milch wird etwas erwärmt. Nicht zu heiß, nur lauwarm, damit die Hefe nicht kaputt geht! Die Hefe wird dann in der Milch aufgelöst. Dazu kommt dann der Zucker und das Mehl. Alles wird gut mit Knethaken verknetet und mit Frischhaltefolie oder einem sauberem Geschirrtuch (oder beidem) abgedeckt und an einem warmen Ort für ca. ne halbe Std. vergessen.

Luciakatzen - ein typisches schwedisches Gebäck, das am 13. Dezember gebacken wird.

Hauptteig

300 ml Milch
1 Vanillestange
1 bis 1,5 gr Safran
150 gr Zucker
250 gr Butter
2 TL Salz
900 gr Mehl

Die oben genannten Zutaten kommen jetzt einfach zu dem Vorteig, der hoffentlich etwas aufgegangen ist. Alles wird richtig richtig, also richtig gut verknetet. Entweder mit der Hand oder wenn ihr eine Küchenmaschine habt, geht das auch sehr gut damit. Je länger ihr knetet, desto besser wird das Ergebnis. Ich habe so ca. 10 Minuten geknetet, mit Hand.

Dann stellt ihr die Masse wieder abgedeckt beiseite.

Wenn sich der Teig verdoppelt hat, teilt ihr kleine gleichmäßige Stücke ab. Bei mir waren sie ca. 50 gr schwer, was fast schon ein bisschen viel war.

Und dann rollt Ihr, was das Zeug hält. Kleine Stränge, die ihr dann an den Enden entgegengesetzt aufrollt und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legt.

Jetzt solltet ihr auch den Backofen vorheizen, so auf 220 Grad.

Weitere Zutaten

1 Ei
1 EL Wasser
Rosinen (nicht getrocknet bzw. vorher eingelegt)

Habt Ihr das Blech voll, dann verrührt Ihr ein Ei mit einem EL Wasser und bestreicht die Lussekatter damit. Vollendet werden sie dann mit jeweils zwei Rosinen und für ca. 10 Minuten gebacken. Die Backzeit hängt von Eurem Ofen ab. Beobachtet die Katzen etwas, wenn sie eine gute Bräune haben, sind sie fertig und LECKER!

Luciakatzen - ein typisch schwedisches Gebäck, das am 13. Dezember zum Luciafest gebacken wird.

Ich wünsche Euch ganz viel Spaß beim Nachbacken. Hinterlasst mir doch eine Nachricht, wie sie Euch geschmeckt haben.

Achso: Man kann die Lussekatter auch formen und dann einfrieren. Das geht super! So kann man sich nach Lust und Laune immer frische backen. Einfach 30 Minuten vor dem Backen aus dem Gefrierschrank holen.

Habt Ihr Fragen, dann auch immer her damit!

Kram, Eure Ann

von annsSchwedenherz.

Vielen Dank, liebe Ann, für dieses wunderbare schwedische Rezept!

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6 Gedanken zu “Schwedische Luciakatzen – Gastbeitrag von Ann’s Schwedenherz

  1. Tack så mycket, dass ich Gast auf Deinem Blog sein darf! Es hat wirklich sehr viel Spaß gemacht die Beiträge auf Deutsch und Schwedisch zu verfassen. Und das Backen… dieser Duft… der Geschmack… ich kann die Luciakatzen wirklich empfehlen!

    Hab einen schönen Sonntag!
    Kram, Deine Ann.

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