Neue Sprache lernen? – Das geht auch ohne Sprachreise

Meine Lehrbücher für Französisch, Spanisch, Schwedisch und Englisch

Lust auf was Neues? Wer eine neue Sprache lernen möchte, muss dafür nicht extra ins Ausland fahren und dort einige Monate leben. Für alle, für die diese Variante ausscheidet, gibt es immer noch jede Menge Möglichkeiten, eine Sprache in Deutschland zu lernen. Die meisten Wege, die ich euch vorstelle, gibt es zwar nicht in jedem Ort, aber in jeder größeren Stadt in Deutschland. Auch wer seine bisherigen Kenntnisse verbessern möchte, kann diese Angebote nutzen.

Weg 1: Erwachsenenkurse an der Schule

Wenn ihr noch zur Schule geht oder eure Kinder zur Schule gehen, dann bieten manche Schulen die Möglichkeit an, dass Eltern oder ältere Schüler an speziellen Erwachsenenkursen abends eine neue Sprache lernen können. So habe ich beispielsweise damals an meinem Gymnasium Spanisch gelernt. Hier kann man mit dem Niveau A1 starten und das Lerntempo ist nicht so schnell, sodass zu Hause nicht so viel für den Kurs gelernt und vorbereitet werden muss. So ein Kurs eignet sich sehr gut für diejenigen, die die Sprache lernen wollen, um sich im Urlaub verständigen zu können und nicht so viel Zeit haben. Informiert euch einfach auf den Schulwebseiten oder direkt bei den Lehrern, ob ein solches Angebot besteht.

Weg 2: Intensivkurse oder Semesterkurse an der Universität

Seid ihr Studenten oder gibt es in eurer Stadt eine Universität? Dann informiert euch doch einmal, ob die Uni ein Sprachenzentrum, Spracheninstitut oder eine ähnliche Einrichtung hat, die Sprachkurse anbietet. Manche Universitäten bieten nur Kurse für Studenten an, andere auch für alle anderen, die gerne eine neue Sprache lernen möchten. Manche Kurse sind für Studenten kostenlos, andere müssen bezahlt werden. Der Vorteil ist, dass Universitäten (zumindest die größeren) oft ein sehr breites Angebot haben und teilweise sogar Minderheitssprachen anbieten. Außerdem kann bei sehr umfangreichen Kursen innerhalb eines Semesters die nächste Niveaustufe erreicht werden. Je nach Beliebtheit der Sprache werden auch verschiedene Niveaus angeboten: bei Englisch, Französisch und Spanisch gibt es meist alle Niveaus des Europäischen Referenzrahmens, von A1 bis C1. Oft variiert auch der Umfang der Kurse, beginnend bei 1,5 Stunden bis zu 4,5 h pro Woche. Außerdem sind die Kursleiter oft Muttersprachler und kennen sich deshalb mit Grammatik und Wortschatz ausgezeichnet aus.

In den Semesterferien werden manchmal auch Intensivkurse angeboten, bei denen innerhalb von ein bis drei Wochen ein neues Niveau erreicht oder ein anderes aufgefrischt werden kann. Diese Variante ist also auch für alle geeignet, die ihre „verschütteten“ Abiturkenntnisse wieder ausgraben wollen. Ich habe über diesen Weg begonnen, Schwedisch zu lernen, und habe meine Fremdsprachenkenntnisse in allen anderen Sprachen sowohl bei Intensiv- als auch bei Semesterkursen verbessert.

Weg 3: Kurse an der Volkshochschule

In allen deutschen Bundesländern gibt es in größeren Städten eine Volkshochschule. Dort werden unter anderem auch Sprachkurse angeboten, zum Beispiel Grundkurse, Aufbaukurse, Businesskurse und Konversationskurse. Meist finden dort über ein Semester immer einmal wöchentlich, in der Regel abends die Kurse statt. Diese Möglichkeit bietet sich vor allem für Berufstätige und alle anderen an, die gerne einen Einblick in eine neue Sprache erwerben und erste Sprachkenntnisse sammeln oder ihr Niveau verbessern möchten. Die Niveaustufen reichen hier von A1 bis B2, manchmal sogar C1, je nach Relevanz der Sprache. In der Regel werden allerdings für Englisch, Spanisch und Französisch die meisten Kurse angeboten, es gibt jedoch auch etwas seltenere Fremdsprachen wie Arabisch, Schwedisch, Niederländisch, Portugiesisch oder Japanisch. Der große Nachteil im Vergleich zu den Wegen 1 und 2 ist hier ganz klar der Kurspreis, der deutlich höher ist als an Schulen oder Universitäten.

Weg 4: Spracheninstitute und Sprachschulen

Eine vierte Möglichkeit, um einen Sprachkurs zu belegen, bieten Spracheninstitute und Sprachschulen, von denen es in großen Städten in der Regel mehrere gibt. Hier lernt ihr vor allem im Privat- oder Kleingruppenunterricht, der auch etwas mehr kostet, sehr intensiv eure jeweilige Sprache. Der Vorteil ist natürlich, dass ihr je nach eurem Budget und der Zeit, die ihr habt, intensiver und schneller eure Kenntnisse verbessert, da in einer Kleingruppe jeder Teilnehmer öfter zu Wort kommt und auf den Einzelnen auch mehr eingegangen werden kann. Der Nachteil: es gibt nicht so viel Auswahl wie an der Universität oder an der Volkshochschule und die Kurse sind ebenfalls preisintensiver.

Ich hoffe, dass ich euch mit dieser Übersicht auf eurer Suche nach dem passenden Sprachkurs weiterhelfen konnte. Vielleicht habe ich euch ja die eine oder andere Variante vorgestellt, die ihr noch nicht kanntet. Es ist immer erst einmal leicht, einen Kurs zu belegen und mit dem Lernen einer Fremdsprache zu beginnen, aber immer dran zu bleiben und sich kontinuierlich zu verbessern, das fällt vielen schon schwerer. Wer nicht die Zeit oder das Budget hat, um einen Sprachkurs zu belegen, für den stelle ich nächsten Monat weitere Möglichkeiten vor, privat oder gemeinsam mit anderen eine Sprache auch ohne Sprachkurs zu verbessern.

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